Besuch des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr

Nachlese von Dr. Franz Cimpa

Unser emsiger Timur Husein führte am 24. März und 21. April in dieses Museum in Dresden, im Gebäude des Waffenarsenals. Die weltberühmte sächsische königliche Waffensammlung wurde noch nicht gezeigt, mit ihren 10.000 europäischen und orientalischen Prunkwaffen seit 1500. Sondern in den 5 Stockwerken gilt die Sammlungsstrategie dem menschlichen Leid durch militärische Gewalt. Das oberste, 4. OG, ist den Bombenangriffen auf Dresden am 13.-15. Feb. 1945 gewidmet, mit 25.000 Toten. Es ist der oberste Teil eines 3-eckigen Anbaus, der das Gebäude überragt und schräg in es eindringt. Das symbolisiert die Luftangriffe, und seine vom Norden auf Dresden gerichtete Dreiecksform die Formation, wie die Bomber einflogen. Diese und noch viel mehr Information muss der Besucher emotional enträtseln. Das ist die Überraschung. Das 3. OG veranschaulicht, wie Krieg im Gedächtnis haften bleibt. Die anderen 3 Stockwerke widmen sich den Konflikten, die ausbrachen, nachdem 2001 das Welthandelszentrums in New York mit 3.000 Toten zerstört worden war. Und umfangreichen Fotosammlungen, wie grausiger Bilder von verwundeten US Soldaten im Irakkrieg. Und vor allem die Bundeswehr, 1951 Gründung des Bundesgrenzschutzes als Vorgänger, 1955 ihre Gründung und Beitritt zur NATO. Ihre Bewaffnung, wie die im Kosovo verwendeten Luft-Boden-Raketen im Bild, mit dem Repräsentanten der gastgebenden Bundeswehr, Oberleutnant Winsche, und Timur Husein. Oder ein ferngesteuertes Marinegeschütz zur Piratenbekämpfung. Bemerkenswert ein Plakat (Wachsam bleiben! CDU, mit Hammer und Sichel als Hintergrund) zur Wiederbewaffnung Deutschlands. Sehr packend eine über 3 Stockwerke reichende Inszenierung eines Angriffs mit Raketen und Bomben, von unterhalb betrachtet als Opfer, von oben als Angreifer. Für diese Exkursion voll aufregender Überraschungen werden wir noch lange dankbar sein.   
Dr. Franz Cimpa

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