Auf Einladung sowohl der Jungen Union als auch der CDU unseres Bezirkes besuchte uns am 2. Juli 2015 Paul Ziemiak, der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschland. Unter der thematischen Überschrift Generationengerechtigkeit im 21. Jahrhundert sprach Paul dabei über eine weite Bandbreite an Themen und erläuterte sowie diskutierte relevante Vorschläge der Jungen Union Deutschlands in diesem Bereich.

Gerade im Angesichte der gegenwärtigen Wirtschaftslage und Erfolge Deutschlands präsentierte er eine teils kritische tour de horizon, habe doch die große Koalition vielfach noch nicht die Notwendigkeit politischer Anpassungen für den Erhalt unseres jetzigen Lebensstandards und Wohlstandes erkannt. So sei im Angesichte des demografischen Wandels etwa eine massive Verbesserung der Förderung von Familien u.a. über eine  Einführung eines steuerrechtlichen Familiensplittings notwendig, ebenso wie eine Korrektur des Projektes der Rente mit 63. Letztere sei nicht nur zurückzunehmen, sondern sei eine Flexibilisierung des Renteneintrittsalters ebenso notwendig, wie eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung. Im weiteren Verlauf kritisierte er den eingeführten Mindestlohn und damit einhergehenden Eingriff in die Tarifautonomie, unterstrich parallel aber auch, dass eine unangemessene Entlohnung von Arbeit kein Modellweg sein könne. Weiterhin stellte er die hohe Bedeutung der Gestaltung der Digitalisierung der Gesellschaft für die Zukunft Deutschlands als innovative Exportnation heraus und die Notwendigkeit eines Freihandelsabkommens mit den USA. Letztlich ließ er es sich auch nicht nehmen, gerade in diesen Tagen in Berlin eine klare Positionierung zugunsten der Homo-Ehe zu formulieren. Im Anschluss an seine nicht nur eloquent dargelegtenn sondern transparent erläuterten Reformvorschlägen, ging es in eine offene Diskussionsrunde mit dem Auditorium. Teils sind dabei Ergänzungen zu seinen Forderungen formuliert worden, wie etwa die Nutzung nicht-monetärer Anreize für die Förderung junger Familien und damit einhergehende Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, teils sind auch andere Themen aufgeworfen worden, wie etwa die Wiedereinführung von Studiengebühren, denen Paul ein alternatives Modell eines erst nach Abschluss und Einstieg in das Berufsleben anfallenden Gebührenmodells von Studium und Ausbildung entgegenhielt. Es entwickelte sich so eine lebhafte und offene Diskussion für und um eine Politik der CDU, welche ein nachhaltig prosperierendes und blühendes Deutschland fördern könne. Dabei war schließlich zu konstatieren, dass vorbehaltlos alle Teilnehmer die Notwendigkeit von Reformen zum Erhalt unseres Wohlstandes und Lebensqualität unterstrichen haben.

Zu unserer besondere Freude an diesem Abend konnten wir nicht nur viele externe Gäste aus anderen JU Verbänden begrüßen, sondern auch Teilnehmer aller Generationen. Wir, die CDU und Junge Union Friedrichshain-Kreuzberg, bedanken uns daher einerseits bei Paul für einen tollen Vortrag und unterstreichen die Unterstützung für seine Forderungen. Andererseits sprechen wir all unseren Gästen Dank aus, dass sie dazu beigetragen haben, aus der Veranstaltung einen spannenden und interessanten Abend werden zu lassen.

Text: Sebastian Weise
Foto: Felix Wolf


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